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Kategorie: Yoga Themen

Chakren, unsere feinstofflichen Kraftfelder

so ham — ich bin

alles dreht sich um Energie

Ein Ziel im Yoga ist die Selbsterkenntnis.
Hierzu sind wir aus dem Schlamm, dem Muladhara-Chakra, aufgestiegen und haben uns unserer Herkunft versichert und überlebten. Das Höchste ruht auch im Niedrigsten, denn hier ist das Fundament, auf das wir unser Haus gestellt haben. So können wir im Svadhisthana-Chakra weiter gehen und Leben als mehr als bloßes Überleben begreifen; es geht um Genuss und Hingabe. Im Manipura, unserem Kraftort, dem Solarplexus-Chakra, sind wir nun vorbereitet auf die Konfrontation mit unserem ewig fordernden Ego: Die Fähigkeit zur Hingabe macht aus dem Sitz unserer Willenskraft und Ich-Stärke einen friedlichen Ort, in dem wir einstehen für das, was wir brauchen, aber auch verstehen, dass wir nicht alles tun sollten, was wir auch tun können.

Diese Balance ist das Ergebnis aus unserem wachsenden Bewusstsein. Wir sind nun so weit, im Herz-Chakra unserem inneren Kern, der Stadt der Juwelen, zu begegnen und Mitgefühl für uns selbst und andere zu entwickeln. In diesem stillen See des Anahata ruht die Kraft von Demut und Dankbarkeit. In Vishuddha, unserem Kehlkopf-Chakra,  haben wir uns geläutert und gereinigt und haben angemessene Worte gefunden. So kann im Ajna-Chakra eine klare und offene Geisteskraft wirken frei von Vorurteilen und engen Konzepten. Das diesem Chakra zugehörige dritte Auge symbolisiert den Blick fürs Große Ganze. Hier ist das Erkennen. Hier sind wir nun!

DAS BIN ICH — SO HAM

Die Kraft der Hände – hasta mudras

„… es ist, als ob die Hände den Worten Kraft geben würden —
und natürlich auch dem Herzen.“ 

Gertrud Hirschi

Mudras sind Gesten, Siegel, Symbole. Es gibt im Yoga auch Körperhaltungen und Atemtechniken, die als Mudras bezeichnet werden. Im Yoga begegnen wir den Handgesten, den Hasta-Mudras, hauptsächlich in Zusammenhang mit Meditationshaltungen. Warum wir Mudras einnehmen, was sie bewirken und warum sie nicht nur eine große Symbolkraft haben sondern auch auf physiologischer Ebene wirksam sein können, können wir aus den vielen und komplexen Texten und Quellen erfahren, die Yoga neben der Körperarbeit bietet. Aber auch in ihrer einfachen Anwendung ohne Vorwissen können wir Einblicke in die Geheimnisse von Mudras körperlich und direkt erfahren.

Heil sein kommt von englisch „whole“ und heißt ganz sein

Im Yoga üben wir, unsere Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und das Heilwerden selbst in die Hand zu nehmen. Sprechen wir von Heilung, sind wir nicht notwendigerweise krank. Heil werden heißt ganz werden, den Ausgleich zwischen polaren Kräften herstellen. Krank macht, wenn dauerhaft eine Kraft überwiegt.


Gesten zur Selbstheilung

In ausgewogener Körperarbeit mit viel Dehnung, Stärkung und Entspannung, sowie vertiefenden Atemtechniken bringen wir unseren Geist zur Ruhe und unseren Körper ins Gleichgewicht. Mudras unterstützen unsere geistige Ausrichtung, weil sie verbildlichen, was im Inneren unser Wunsch und Ziel ist. Sie unterstützen unsere Selbstheilungskräfte und stärken unsere Überzeugung. Meine Erfahrung ist, dass sie uns gerade dann gut tun, wenn wir unentschlossen sind, denn sie sprechen eine klare Sprache, die keinen Zweifel zulässt. Sie sind wie ein Anker, der uns Halt gibt und uns hilft, „auf Kurs“ zu bleiben. Und so ist auch die Bedeutung einleuchtend: „Mud“ heißt glücklich und „ra“ ist das Tun, die Tat.
Wir können die Mudras also als Aufforderung zum Handeln verstehen, ganz konkret mit unseren Händen als unseren Tatwerkzeugen: Tun macht glücklich!, oder wie der Volksmund weiß: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

 

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Yoga und Religion

Wir alle, die wir Yoga machen, haben dafür unsere Gründe. Wer nur Sport sucht, wird entweder nicht bleiben oder entdecken, dass er unbewusst doch etwas anderes gesucht hat, das er hier vielleicht findet.

Aber was suchen wir? Manche, die ins Yoga kommen, haben zwar christlichen Wurzeln, sich aber im Laufe ihres Lebens abgewendet von der Institution Kirche und die rudimentären Reste ihres Kinderglaubens abgelegt. Aber die spirituellen Wurzeln sind da…

Wer die Zusammenhänge von Körper, Geist und Emotionen in Bezug auf sein gesamtes psycho-physisches Befinden anerkennt, der findet zur Spiritualität und möglicherweise zum Yoga; aber es gibt viele Wege zu tieferen Einsichten und einem erfüllten Leben. Um hinauf auf das „Dach der Erkenntnis“ zu gelangen und ein selbstverwirklichtes, bewusstes und zufriedenenes Leben zu leben, spielt es am Ende keine Rolle, welchen Weg wir genommen haben. War es der Glaube an Gott und wenn ja, an welchen Gott? War es die Liebe und Verantwortung  für unsere Familie, die uns tiefere Bedeutung und Sinn vermitteln konnte? War es der Yoga-Weg, der uns die untrennbaren Zusammenhänge eines gesunden Körpers und einer demütigen und dankbaren Geisteshaltung aufgezeigt hat? In diesem Zusammenhang und zum Thema Religion und Spiritualität sei ein Interview empfohlen:

http://www.deutschlandfunk.de/75-jahre-kreisauer-kreis-teil-3-eine-religioese-und-eine.886.de.html?dram:article_id=312057

über Yoga

Yoga tut gut, immer mehr Menschen machen Yoga, aber…

Was ist eigentlich Yoga?
Sport, Religion oder Philosophie?

Yoga kommt von yui „anjochen, zusammenbinden“. In „Licht auf Yoga“ von B. K. S. Iyengar heißt es: „Yoga bezeichnet das Anjochen aller Kräfte des Körpers, des Verstandes und der Seele an Gott (…) Es bedeutet Ausgeglichenheit der Seele, die den Menschen befähigt, gleichmütig das Leben in allen seinen Aspekten zu betrachten.“  Eine weitere – von vielen gültigen – Beschreibungen ist, dass Yoga eine Haltung dem Leben gegenüber ist; und damit ist schon ein entscheidender Aspekt genannt, nämlich das Allumfassende am Yoga, das Eingreifen in alle Lebensbereiche. Yoga ist keine „graue Theorie“, Yoga ist erhellende Lebens-Praxis. Yoga ist ein ganzheitlicher Übungs- und Erkenntnisweg.

Das, was wir praktizieren, wenn wir uns wöchentlich zum Hatha-Yoga treffen, ist tatsächlich nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was Yoga beeinhaltet: Stressabbau durch achtsame Körperarbeit, Übungen zur Atemlenkung und Entspannung. Ergebnis ist ein Gefühl von Zentriertheit, ein beruhigter Geist und ein sanft gedehnter und gestärkter Muskelkörper. Und tatsächlich führt auch dieser Übungsweg zum Yoga: Yoga wirkt „somato-psychisch“, was meint, dass ein gesunder, ausgeglichener und gestärkter Körper zu einem gelassenen, ruhigen und frohen Geist führt. Aber Yoga ist noch mehr.

Das Ziel von Yoga ist EINSsein, der Weg dorthin ist EINSwerden

Der Yoga geht in seiner Entwicklungsgeschichte zurück bis ca. 1500 v. Chr., erste Darstellungen von Körperpositionen hat man sogar auf ca.  3000 v. Chr. datiert. Erst im Mittelalter taucht „Hatha-Yoga“ auf als Yoga-Technik, die den Körper als „Tempel der Seele“ und erhabene Schöpfung ansieht. Der Körper wird vorgestellt als Wohnstätte von Shiva, dem Gott der Schöpfung und Zerstörung, oben im Kopf unbewegt ruhend und Shakti, seiner Frau, der weiblichen, bewegten Energie, die im Beckenraum, im Bereich des Wurzelchakras liegt. Und auch hier geht es um die Einung gegenläufiger Kräfte, Mann-Frau, Shiva-Shakti, Sonne-Mond, mit dem Ziel, sich als Mensch höher zu entwickeln, das Bewusstsein zu erweitern, um schließlich die Quelle zu ergründen, aus der wir kommen. In der Selbsterfahrung lernen wir, unseren Geist zu erforschen und zu beherrschen, statt von ihm beherrscht zu werden, statt auf einer niederen impuls- und reflexhaften Entwicklungsstufe stecken zu bleiben. Das ist Yoga: Bewusstsein zu entwickeln für alles was wir tun. Da, wo Bewusstsein ist, findet Veränderung statt.

Das ganze Paket

Vielleicht tun wir uns schwer mit dem „ganzen“ Yoga, schließlich sind die wenigsten von uns Hinduisten! Auch haben wir keine Erfahrung und keine lebendige Tradition im Umgang mit der bunten, vielschichtigen Götterwelt der Hindus,  „Avatare“ und „Inkarnationen“ kennen wir höchstens aus Fantasy-Filmen oder schieben sie in die „esoterische Ecke“. So kann mitunter in Bedrängnis kommen, wer – als MitteleuropäerIn, abendländisch-christlich geprägt – mit den höheren Stufen des Yoga in Berührung kommt: das Einswerden mit unserer höheren Macht, das Verschmelzen des individuellen mit dem kosmischen Selbst, das Erreichen der Befreiten Seele….

einfach, aber nicht leicht

Es ist kompliziert und doch einfach: es geht um die innere Haltung, die das Gute im Menschen fördern und das Schlechte in ihm überwinden will, es geht um das „Sich-selbst-meistern“. Fast als Nebenprodukt entsteht da Spiritualität, die von Dankbarkeit, Demut und Mitgefühl handelt – uns selbst, den Menschen und unserem Leben gegenüber.

Dances of Universal Peace

DUP, dances of universal peace, wurde in Nordamerika von Samuel Lewis (1896-1971), Sufi-Lehrer und Zen-Meister, ins Leben gerufen. Die Tänze des universellen Friedens sind eine spirituelle Praxis, „Körpergebete“, in denen wir uns mit uns und den anderen verbinden auf einer nicht verstandesmäßigen Ebene, sondern direkt und körperlich. Die Verbundenheit untereinander sowie auch im theosophischen Sinn alle Religionen einschließend, führt zu universellem Nähegefühl. Mittlerweile existieren wohl mehr als 500 Tänze, die zu Mantren und religiösen, kurzen und einprägsamen Liedern aus allen Religionen gemeinsam getanzt werden. Das stetige Wiederholen der Lieder und die einfachen Choreografien führen zu bewegenden, nährenden und spirituellen Erfahrungen und zur tiefen Einsicht, dass Religionen nicht trennend sondern einend sind – ein Tanz für den universellen Frieden.

 

„We come together to sing and dance our praises in God
and to experience our divine nature.
Through prayer in motion, cultivating joy, community and peace,
we seek to awaken our embodiment of the essence
of the Only Beeing.“


Pir Shabda Khan

 

Friedenstänze in Berlin-Friedrichshain
mit Ruth Nurah Jäger
monatlich, sonntags von 18.00 – 20.00 Uhr
Auferstehungskirche
Friedenstr. 83
10249 Berlin

nurah.friedenstanz@gmx.de

 

 

Pranayama

Pranayama ist bewusste Atemlenkung. Der Sinn dieser wichtigen Säule des Yoga ist umfassend, denn letztlich bedeutet Atmen nichts Geringeres als das Leben selbst!
Atem ist Psyche, Atem ist Leben, das Ende des Atems ist auch das Ende unserer physischen Existenz.
Wie wir atmen, sagt viel über unser Befinden aus, aber jeder neue Atemzug ist gleichzeitig der Anfang von Veränderung, wenn wir wollen!
Wir üben, stärkende und dehnende Körperübungen mit unserer Atmung zu synchronisieren. Ein tiefer, ruhiger Atem führt über den harmonischen Dreiklang eines wachen Geistes, ausgeglichenen Gemüts und beweglichen Körpers zu Einklang. Das ist Yoga.
Der Reinigungsprozess des Körpers durch Abgabe von Kohlendioxid und Aufnahme von Sauerstoff findet auch auf übergeordneter Ebene statt, indem wir uns ausatmend befreien von Anspannung und überkommenen Vorstellungen und einatmend prana, Lebensenergie in uns aufnehmen und uns erneuern.
Wir machen die Erfahrung, dass Dinge, die wir bewusst tun, zu anderen Dingen werden, so auch die Atmung.

Atem fürwahr ist noch wichtiger als Hoffnung; denn wie die Speichen eines Rades eingefügt sind in die Nabe, so ist in den lebendigen Atem alles eingefügt. Das Leben geht vonstatten durch den Atem, der Atem gibt das Leben, gibt es, um zu leben.

Upanishaden