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Hasta Mudra

Hasta Mudra

Hasta Mudras

Die Kraft der Hände

Mudras sind Gesten, Siegel, Symbole. Hasta Mudras sind Handgesten, die wir hauptsächlich in Zusammenhang mit Meditationshaltungen kennen. Warum wir Hasta Mudras einnehmen, was sie bewirken und warum sie nicht nur eine große Symbolkraft haben sondern auch auf physiologischer Ebene wirksam sein können, können wir nur beim Tun erfahren.

Im Yoga üben wir, unsere Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und das Heilwerden selbst in die Hand zu nehmen. Sprechen wir von Heilung, sind wir nicht notwendigerweise krank. Heil werden heißt ganz werden, den Ausgleich zwischen polaren Kräften herstellen. Krank macht, wenn dauerhaft eine Kraft überwiegt.

In ausgewogener Körperarbeit mit viel Dehnung, Stärkung und Entspannung, sowie vertiefenden Atemtechniken bringen wir unseren Geist zur Ruhe und unseren Körper ins Gleichgewicht.

Mudras unterstützen unsere geistige Ausrichtung, weil sie verbildlichen, was im Inneren unser Wunsch und Ziel ist. Sie unterstützen unsere Selbstheilungskräfte und stärken unsere Überzeugung.

Meine Erfahrung ist, dass sie uns gerade dann gut tun, wenn wir unentschlossen sind, denn sie sprechen eine klare Sprache, die keinen Zweifel zulässt. Sie sind wie ein Anker, der uns Halt gibt und uns hilft, „auf Kurs“ zu bleiben.

Und so ist auch die Bedeutung einleuchtend: „Mud“ heißt glücklich und „ra“ ist das Tun, unsere Hand-lungen. Wir können die Mudras also als Aufforderung zum Handeln verstehen: Tun macht glücklich!, oder wie der Volksmund weiß:

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Chakren, unsere feinstofflichen Kraftfelder

Chakren, unsere feinstofflichen Kraftfelder

Ein Ziel im Yoga ist die Selbsterkenntnis.

Kein Schlamm, kein Lotus

Hierzu sind wir aus dem Schlamm, dem Muladhara-Chakra, aufgestiegen und haben uns unserer Herkunft versichert und überlebten. Das Höchste ruht auch im Niedrigsten, denn hier ist das Fundament, auf das wir unser Haus gestellt haben.

So können wir im Svadhisthana-Chakra weiter gehen und Leben als mehr als bloßes Überleben begreifen; es geht um Genuss und Hingabe.

Im Manipura, unserem Kraftort, dem Solarplexus-Chakra, sind wir nun vorbereitet auf die Konfrontation mit unserem ewig fordernden Ego: Die Fähigkeit zur Hingabe macht aus dem Sitz unserer Willenskraft und Ich-Stärke einen friedlichen Ort, in dem wir einstehen für das, was wir brauchen, aber auch verstehen, dass wir nicht alles tun sollten, was wir auch tun können.

Diese Balance ist das Ergebnis aus unserem wachsenden Bewusstsein.

 Wir sind nun so weit, im Herz-Chakra unserem inneren Kern, der Stadt der Juwelen, zu begegnen und Mitgefühl für uns selbst und andere zu entwickeln. In diesem stillen See des Anahata ruht die Kraft von Demut und Dankbarkeit.

In Vishuddha, unserem Kehlkopf-Chakra,  haben wir uns geläutert und gereinigt und haben angemessene Worte gefunden.

So kann im Ajna-Chakra eine klare und offene Geisteskraft wirken frei von Vorurteilen und engen Konzepten. Das diesem Chakra zugehörige dritte Auge symbolisiert den Blick fürs Große Ganze. Hier ist das Erkennen.

Hier sind wir nun!

Das bin ich — so ham

yoga abhyasa

yoga abhyasa

Yoga abhyasa ist körperlich-geistiges Yoga-üben.

 

Die Frage nach dem Yoga-Stil

Die Grundlage unseres yoga-abhyasa ist der Hatha-Yoga.

Bruce Lee sagte: „Don’t believe in styles. Style seperates men… Under the sky, under the heavens, there is but one family.

So folgt YOGA IM GARTEN bei der Frage nach dem Stil noch einmal Bruce Lee:„Be water my friend, water can flow, water can crash … water never grows stale, so keep on flowing…“

Wir verstehen ihn so, dass wir uns nicht durch Stile von einander abgrenzen sollen, sondern verbunden und mit allem im Fluß bleiben sollen. Wir sollen lernen und immer weiter lernen und mit den Veränderungen mitgehen, die das Leben mit sich bringt. Wir sind in Wirklichkeit nicht getrennt sondern verbunden, ALL ONE, das sagt der Yoga.

Und so entwickelt, wandelt und formt sich der Yoga-Unterricht bei YOGA IM GARTEN zwar auf der Grundlage des Raja Yoga nach Patanjali und des Hatha Yoga der Hatha Yoga Pradipika. In einem dritten Aspekt zu diesen beiden Säulen des Yoga steht jedoch der Mensch des 21. Jh. mit seinen Herausforderungen an einen komplexen Alltag und seinen persönlichen Verstrickungen. Alle Einflüsse wirken in den Yoga hinein und seine Attraktivität ist ungebrochen; Yoga bleibt so aktuell, modern und wirkungsvoll wie vor mehr als 2500 Jahren.

Im Moment absolviere ich eine Ausbildung zur Psychologischen Yogatherapeutin, um uns in diesen Lebenssituationen, in denen wir uns befinden, noch besser dienlich zu sein.

Das stetige Lernen hat sich mir als mein Grundverständnis von Yoga offenbart, umso deutlicher sei noch einmal betont: YOGA IM GARTEN  ist keinem Stil verhaftet, einzig dem achtsamen Sorgetragen für sich selbst.

Der Guru ist in DIR – mit dieser Auffassung von Yoga  lernen wir, der eigenen Wahrnehmung darüber, was uns gut und weniger gut tut, zu vertrauen — es ist sehr einfach! In diesem Sinn habe ich alles stets vorurteilsfrei für mich überprüft, für gut Befundenes übernommen, vieles abgewandelt, einiges verworfen… das Lernen hört nicht auf, Yoga ist vielfältig und der Yoga-Weg ist (schön) lang.

Yoga ist eine spirituelle Praxis

Yoga ist eine spirituelle Praxis und es ist kein Widerspruch, dass wir auf der grobstofflichen, körperlichen Ebene zu arbeiten beginnen im yoga-abhyasa, unserer Yoga-Praxis. Alles dreht sich um die Wirbelsäule und den Halteapparat, unseren Rücken, denn hier haben viele körperliche Probleme ihren Ursprung. Dehnung tut uns gut, aber der Fokus liegt in erster Linie auf dem Aufbau und der Stärkung unsere Rumpfmuskulatur.

Raus aus der Komfort-Zone

Unsere Gesellschaft verändert sich mit jedem neuen Komfort zu mehr Bewegungs-Armut und -Unlust — wir sind eine Sitzgesellschaft geworden. „75 % aller Menschen in den westlichen Ländern sitzen 10-14 Stunden täglich; bei der Arbeit im Büro, beim Autofahren, Essen, Fernsehen, Lesen, im Wartezimmer, im Kino oder im Theater und bei vielen Hobbies.“ (yourseat.com) Daraus resultieren eine Menge Erscheinungen, die zu Problemen werden können: Durchblutungsstörungen und Lymphabflussstörungen der Beine, Überbeanspruchung der Bandscheiben von Lenden- und Halswirbelsäule, Rundrückenbildung, Ausbildung von chronischen Muskelverkürzungen und Verspannungen, einseitige Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur (Maus-Syndrom).

Unsere Muskulatur formt sich so, wie sie beansprucht wird. Und so erweist uns der stetig zunehmende Komfort hier einen Bärendienst: Unser Muskeltonus ist schwach, unserer Körperkonstitution täte dringend etwas Stärkung gut.

Verletzungen durch Yoga

Für manche Asanas (Körperpositionen im Yoga) ist unsere Konstitution sogar zu schwach. Und hieraus erklärt sich, warum man sich im Yoga verletzen kann: In manchen statischen Halte-Positionen ist zur richtigen Ausführung eine Stabilität erforderlich, die unsere Rumpfmuskulatur eigentlich (noch) nicht hergibt, und insbesondere dann ist das längere Halten der Asanas ein Problem. Wir merken dies aber erst später, obwohl wir bemüht sind, achtsam vorzugehen. Viele Asanas sind komplex und die Fähigkeit zur sorgfältigen Selbstreflexion und Kontrolle erlernt sich eben auch nicht von heute auf morgen.

Körperarbeit

Die Asanas, die Körperübungen im Yoga, folgen auf der körperlichen Ebene dem selben Ziel wie auf der geistig-seelischen Ebene: Es geht um das Aufrichten, das Aufrechtsein, das Streben nach oben. Körperlich ist damit der Rücken und die Wirbelsäule gemeint. Wir machen uns unseren Rücken bewusst, die natürliche Krümmung unserer Wirbelsäule, die nur aufgrund unserer natürlichen Lordose die notwendige Stoßdämpferfunktion in unserem Rücken erfüllen kann. Diese natürliche Wölbung im unteren Rücken gilt es hier zu stärken und zu stützen durch Ausbildung der sie umgebenden Muskulatur. Damit die Muskulatur ihre Arbeit machen kann – Schutz und Stütze –, brauchen wir einen ausgewogenen Mix aus aufwärmenden, mobilisierenden Bewegungen, Dehnung und herausfordernder Kräftigung. Damit machen wir uns nicht nur fit für die Asanas sondern auch für die Herausforderungen im Alltag.

So fließt auch die ein oder andere Geschichte „aus dem Leben“ in die Stunden ein, denn Yoga ist Bewusstsein und beginnt und endet nicht mit dem Erscheinen einmal pro Woche auf der Matte, sondern ist in jedem Moment Thema, wenn wir möchten. Immer wieder den Bogen zu spannen von der Matte in den Alltag, das ist mein Verständnis vom Yoga-Weg.

Yoga heisst „sich-selbst-meistern“

Viele der muskelstärkenden Übungen sind isometrische Übungen und kommen aus dem Kraftsport. Für einige Asanas ist das durchaus angebracht, wenngleich Yoga nichts mit Kraftsport zu tun hat. Aber Yoga ist schließlich das „Sich-selbst-meistern“ und dazu gehört, Verantwortung für den eigene Körper zu übernehmen, ihn gut zu versorgen und die Muskulatur gesund zu erhalten und angemessen zu stärken. (Von meiner Senioren-Yoga-Gruppe habe ich gelernt, dass ein Muskel stärker wird, wenn man ihn trainiert, egal wie alt er ist!)

wir brauchen Unterschiedliches

Ich begegne in meinen Kursen anfangs ziemlich unbeweglichen Menschen. Und da ist Dehnung eine Wohltat und der erste und deutlichste Effekt von Yoga. Dennoch brauchen auch diese Teilnehmer die Stärkung und Stabilität im Rücken, um die Bandscheiben zu schonen und zu stützen.

Aber es gibt auch die sehr beweglichen und überbeweglichen Menschen; sie brauchen weniger die Dehnung als hauptsächlich die Stärkung, um ihrer Beweglichkeit Halt, ein Korsett zu geben — für diese sind die isometrischen Übungen wirklich sehr wichtig. Aber insgesamt gilt: je beweglicher wir im und durch Yoga werden, desto aktiver, flexibler und differenzierter sollte unsere Muskulatur sein — auch hier der Ausgleich, die Balance, das Kräftegleichgewicht des Hatha-Yoga.

Pranayama — das weite Feld der Atmung

Pranayama, die Atemlenkung, führt uns nach innen zu uns selbst. Sie ist ein weiterer wichtiger und fester Bestandteil in jeder Yogastunde. Da mögen wir zuerst einmal allerlei stressige Beobachtungen machen und auf innere Widerstände stoßen, aber all das gehört zum Prozess und wird bald überwunden. Dafür gibt es Techniken, die wir üben, um Atmung tiefer und weicher werden zu lassen, um Vertrauen in die Atmung zu gewinnen, um das Loslassen zu üben.

Meditation

Wenn wir Freundschaft geschlossen haben mit unserer Atmung, sie nehmen können wie sie ist, mit ihr zusammen entspannt in reiner Beobachtung verweilen können, dann wird es uns auch immer leichter möglich, in der Meditation die Gedanken auf die Beobachtung der Atmung zu richten und den Geist ganz unangestrengt leer werden zu lassen. Ok, wir haben Zeit!

Tiefenentspannung und Mantra-Tönen

Nach einer geführten Tiefenentspannung schließen wir manchmal die Yogastunde mit einem Mantra ab. Das Tönen eines Mantras ist vielfältig wirksam: auf der körperlichen Ebene wird das Tönen beschrieben als die Verursachung von Wellen, die ihren Ursprung an den Stimmbändern nehmen und sich im gesamten Körper ausbreiten. Jede einzelne Zelle erhält sozusagen noch einmal die „Weisung von oben“ und wird „eingenordet auf das Sich-Eins-Fühlen“. Auf der geistigen Ebene kann mit der Wahl des Mantras das Stundenthema noch einmal aufgegriffen werden; eine Untermauerung, um das Gelernte im Gedächtnis zu verankern. Emotional geschieht meiner Meinung nach am meisten. Hier wird uns das Ziel des Yoga, das Einssein und der Friede mit uns, mit unserer Höheren Macht, mit Gott oder der Natur noch einmal fühlbar gemacht. Aber das mag jeder Mensch anders und für sich allein wahrnehmen und beurteilen.

Ziel der Stunde

Wunsch und Ziel jeder Yogastunde ist, dass wir anders gehen als wir gekommen sind. Das kann vieles bedeuten: Vorher waren wir gestresst, nachher ist der Geist ruhig und geklärt; oder wir kamen mit verspannten Schultern und gehen locker und beweglich nach Hause. Es kann uns aber auch passieren, dass wir gut gelaunt kamen und emotional bewegt und aufgewühlt wieder gehen; dann hat Yoga in den Tiefen etwas bewegt — ein spannender Prozess, wenn etwas nach oben will. Yoga heißt annehmen dessen, was ist. Wir sollten uns vor keiner Reaktion fürchten, denn sie ist unsere ureigene und beschreibt unsere Realität, so wie sie sich uns jetzt in diesem Moment zeigt — ein veränderlicher Prozess.

Ich freue mich sehr auf gemeinsame Yogaerfahrungen, herzlich willkommen!

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    YOGA IM GARTEN ist Hatha-Yoga

    YOGA IM GARTEN ist Hatha-Yoga

    Was bedeutet eigentlich Hatha-Yoga?

    Die Bezeichnung Hatha kommt aus dem Tantrismus und beschreibt mit der Silbe Ha die Sonne, die männliche Energie und mit Tha den Mond, die weibliche Energie. Das Ziel von Hatha-Yoga kann nicht exakter ausgedrückt werden als diese beiden Gegensätze in dem einem Wort Ha-Tha zu verbinden: Sonne-Mond, Mann-Frau, hell-dunkel, Tag-Nacht – die Einung der Gegensätze, die Schaffung von Ausgleich und Gleichgewicht – in unserem Alltag und in uns.

    Ashtanga Yoga

    Mit Hatha-Yoga werden auch die äußeren vier Gliedern des 8-gliedrigen ashtanga yoga nach Patanjali zusammengefasst. Diese begegnen uns in unserem Alltag, ob wir nun je etwas von Patanjali gehört haben oder nicht.

    Yamas und niyamas

    Diese Glieder, oder sagen wir Aspekte, sind uns nicht fremd, sie ähneln unserem Wertesystem und unserem christlich-humanistischen Weltbild. Sie handeln davon, wie wir uns gegenüber uns und anderen verhalten sollen, von der Sinnlosigkeit und negativen Kraft von Gewalt — anderen Lebewesen und uns selbst gegenüber. Es geht um unsere Authentizität und Wahrhaftigkeit, zu meinen, was wir sagen und das auch zu tun.

    Hatha-Yoga lehrt uns einen ausgewogenen und maßvollen Umgang mit solchen Dingen, von denen wir manchmal nicht genug kriegen können: Ruhm, Erfolg, Geld, Sex, Essen, Alkohol. Auch die Frage nach dem Stellenwert von Reichtümern, Besitz, Konsumgütern und die Übung, das Loslassen davon zu lernen, gehört zu Hatha-Yoga.

    Wir sollen nicht müde werden, unser Bemühen um innere und äußere Reinheit und heitere Gelassenheit aufrecht zu erhalten und wir sollen gerade dann darin aufrecht sein, wenn die Zeichen auf Sturm stehen. Beharrlichkeit beim Verfolgen unserer Ziele und eine Bereitschaft zum Lernen mit dem Wissen, dass das Lernen nicht aufhört, egal, wie viele Diplome wir angehäuft haben sollten, auch davon sprechen die bahiranga, die äußeren Glieder der Lotus-Blüte, des 8fachen Pfades nach Patanjali.

     

    Asana und Pranayama

    Die Asanas, die Körperübungen im Yoga, und Pranayama, die Fähigkeit, den Atem kennen, lenken und kontrollieren zu lernen, sind  weitere Bausteine auf dem Weg, unseren Geist zur Ruhe zu bringen. Denn wir merken ganz schnell: Wenn unser Körper gut gedehnt und gestärkt ist, wir uns körperlich stark und fit fühlen, wir aufgerichtet sind, sind es auch die Emotionen. Wir sind heiter und der Geist ist wach und klar. In einer solchen guten Gesamtverfassung können wir unseren Körper als den Tempel unserer Seele begreifen und eine Idee davon bekommen, was Einssein bedeutet.

    Ishvara pranidhana

    Wenn wie erkennen, dass wir den Kampf des Lebens nicht gewinnen können ohne den Kontakt zum Überbewussten, zu Gott, zu unserer höheren Macht, zu Brahman, dann entsteht eine dankbare und wertschätzende Haltung. Es geht um das Wachsen und Werden unserer Persönlichkeit — und wir beeinflussen in jedem Augenblick, in welche Richtung sie sich entfaltet.

    Lasst uns lernen und wachsen — seid herzlich willkommen zum Yoga.

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      Yoga und Religion

      Yoga und Religion

      Wir Yogi:nis haben unsere Gründe, warum wir Yoga üben, ganz sicher; auch wenn sie uns nicht immer bekannt sind.

      Wer nur Sport sucht, wird entweder nicht bleiben oder entdecken, dass er unbewusst doch etwas anderes gesucht hat, das er hier vielleicht findet.

      Aber was suchen wir? Manche, die ins Yoga kommen, haben zwar christliche Wurzeln, sich aber im Laufe ihres Lebens abgewendet von der Institution Kirche und die rudimentären Reste ihres Kinderglaubens abgelegt. Aber die spirituellen Wurzeln sind da…

      Wer die Zusammenhänge von Körper, Geist und Emotionen in Bezug auf sein gesamtes psycho-physisches Befinden anerkennt, der findet zur Spiritualität und möglicherweise zum Yoga; aber es gibt viele Wege zu tieferen Einsichten und einem erfüllten Leben.

      Um hinauf auf das „Dach der Erkenntnis“ zu gelangen und ein selbstverwirklichtes, bewusstes und zufriedenenes Leben zu leben, spielt es am Ende keine Rolle, welchen Weg wir genommen haben.

      War es der Glaube an einen Gott? War es die Liebe und Verantwortung für unsere Familie, die uns tiefere Bedeutung und Sinn vermitteln konnte? War es der Yoga-Weg, der uns die untrennbaren Zusammenhänge eines gesunden Körpers und einer demütigen und dankbaren Geisteshaltung aufgezeigt hat?

      In diesem Zusammenhang und zum Thema Religion und Spiritualität sei auf ein Interview verwiesen:

      http://www.deutschlandfunk.de/75-jahre-kreisauer-kreis-teil-3-eine-religioese-und-eine.886.de.html?dram:article_id=312057

      Über Yoga

      Über Yoga

      Yoga tut gut, immer mehr Menschen machen Yoga, aber…

      Was ist eigentlich Yoga?
      Sport, Religion oder Philosophie?

      Yoga kommt von yui „anjochen, zusammenbinden“. In „Licht auf Yoga“ von B. K. S. Iyengar heißt es: „Yoga bezeichnet das Anjochen aller Kräfte des Körpers, des Verstandes und der Seele an Gott (…)

      Es bedeutet Ausgeglichenheit der Seele, die den Menschen befähigt, gleichmütig das Leben in allen seinen Aspekten zu betrachten.“  Eine weitere – von vielen gültigen – Beschreibungen ist, dass Yoga eine Haltung dem Leben gegenüber ist; und damit ist schon ein entscheidender Aspekt genannt, nämlich das Allumfassende am Yoga, das Eingreifen in alle Lebensbereiche.

      Yoga ist keine „graue Theorie“, Yoga ist erhellende Lebens-Praxis. Yoga ist ein ganzheitlicher Übungs- und Erkenntnisweg.

      Das, was wir praktizieren, wenn wir uns wöchentlich zum Hatha-Yoga treffen, ist tatsächlich nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was Yoga beeinhaltet: Stressabbau durch achtsame Körperarbeit, Übungen zur Atemlenkung und Entspannung. Ergebnis ist ein Gefühl von Zentriertheit, ein beruhigter Geist und ein sanft gedehnter und gestärkter Muskelkörper.

      Und tatsächlich führt auch dieser Übungsweg zum Yoga: Yoga wirkt „somato-psychisch“, was meint, dass ein gesunder, ausgeglichener und gestärkter Körper zu einem gelassenen, ruhigen und frohen Geist führt. Aber Yoga ist noch mehr.

      Das Ziel von Yoga ist Eins-Sein

      Der Weg dorthin ist Eins-Werden

      Der Yoga geht in seiner Entwicklungsgeschichte zurück bis ca. 1500 v. Chr., erste Darstellungen von Körperpositionen hat man sogar auf ca.  3000 v. Chr. datiert. Erst im Mittelalter taucht „Hatha-Yoga“ auf als Yoga-Technik, die den Körper als „Tempel der Seele“ und erhabene Schöpfung ansieht.

      Der Körper wird vorgestellt als Wohnstätte von Shiva, dem Gott der Schöpfung und Zerstörung, oben im Kopf unbewegt ruhend und Shakti, seiner Frau, der weiblichen, bewegten Energie, die im Beckenraum, im Bereich des Wurzelchakras liegt. Und auch hier geht es um die Einung gegenläufiger Kräfte, Mann-Frau, Shiva-Shakti, Sonne-Mond, mit dem Ziel, sich als Mensch höher zu entwickeln, das Bewusstsein zu erweitern, um schließlich die Quelle zu ergründen, aus der wir kommen.

      In der Selbsterfahrung lernen wir, unseren Geist zu erforschen und zu beherrschen, statt von ihm beherrscht zu werden, statt auf einer niederen impuls- und reflexhaften Entwicklungsstufe stecken zu bleiben.

      Das ist Yoga: Bewusstsein zu entwickeln für alles was wir tun. Da, wo Bewusstsein ist, findet Veränderung statt.

      Das ganze Paket

      Vielleicht tun wir uns schwer mit dem „ganzen“ Yoga, schließlich sind die wenigsten von uns Hinduisten! Auch haben wir keine Erfahrung und keine lebendige Tradition im Umgang mit der bunten, vielschichtigen Götterwelt der Hindus,  „Avatare“ und „Inkarnationen“ kennen wir höchstens aus Fantasy-Filmen oder schieben sie in die „esoterische Ecke“. So kann mitunter in Bedrängnis kommen, wer – als MitteleuropäerIn, abendländisch-christlich geprägt – mit den höheren Stufen des Yoga in Berührung kommt: das Einswerden mit unserer höheren Macht, das Verschmelzen des individuellen mit dem kosmischen Selbst, das Erreichen der Befreiten Seele….

      Einfach, aber nicht leicht

      Es ist kompliziert und doch einfach: es geht um die innere Haltung, die das Gute im Menschen fördern und das Schlechte in ihm überwinden will, es geht um das „Sich-selbst-meistern“. Fast als Nebenprodukt entsteht da Spiritualität, die von Dankbarkeit, Demut und Mitgefühl handelt – uns selbst, den Menschen und unserem Leben gegenüber.