Hasta Mudras

Die Kraft der Hände

Mudras sind Gesten, Siegel, Symbole. Hasta Mudras sind Handgesten, die wir hauptsächlich in Zusammenhang mit Meditationshaltungen kennen. Warum wir Hasta Mudras einnehmen, was sie bewirken und warum sie nicht nur eine große Symbolkraft haben sondern auch auf physiologischer Ebene wirksam sein können, können wir nur beim Tun erfahren.

Im Yoga üben wir, unsere Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und das Heilwerden selbst in die Hand zu nehmen. Sprechen wir von Heilung, sind wir nicht notwendigerweise krank. Heil werden heißt ganz werden, den Ausgleich zwischen polaren Kräften herstellen. Krank macht, wenn dauerhaft eine Kraft überwiegt.

In ausgewogener Körperarbeit mit viel Dehnung, Stärkung und Entspannung, sowie vertiefenden Atemtechniken bringen wir unseren Geist zur Ruhe und unseren Körper ins Gleichgewicht.

Mudras unterstützen unsere geistige Ausrichtung, weil sie verbildlichen, was im Inneren unser Wunsch und Ziel ist. Sie unterstützen unsere Selbstheilungskräfte und stärken unsere Überzeugung.

Meine Erfahrung ist, dass sie uns gerade dann gut tun, wenn wir unentschlossen sind, denn sie sprechen eine klare Sprache, die keinen Zweifel zulässt. Sie sind wie ein Anker, der uns Halt gibt und uns hilft, „auf Kurs“ zu bleiben.

Und so ist auch die Bedeutung einleuchtend: „Mud“ heißt glücklich und „ra“ ist das Tun, unsere Hand-lungen. Wir können die Mudras also als Aufforderung zum Handeln verstehen: Tun macht glücklich!, oder wie der Volksmund weiß:

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.