Was bedeutet eigentlich Hatha Yoga?
Mit Hatha-Yoga
den Weg der Einigung gehen
Die Bezeichnung Hatha kommt aus dem Tantrismus und beschreibt mit der Silbe Ha die Sonne, die männliche Energie und mit Tha den Mond, die weibliche Energie. Das Ziel von Hatha-Yoga kann nicht exakter ausgedrückt werden als diese beiden Gegensätze in dem einem Wort Ha-Tha zu verbinden: Sonne-Mond, Mann-Frau, hell-dunkel, Tag-Nacht – die Einung der Gegensätze, die Schaffung von Ausgleich und Gleichgewicht – in unserem Alltag und in uns.
Ashtanga Yoga
Mit Hatha-Yoga werden auch die äußeren vier Gliedern des 8-gliedrigen ashtanga yoga nach Patanjali zusammengefasst. Diese begegnen uns in unserem Alltag, ob wir nun je etwas von Patanjali gehört haben oder nicht.
Asana und Pranayama
Die Asanas, die Körperübungen im Yoga, und Pranayama, die Fähigkeit, den Atem kennen, lenken und kontrollieren zu lernen, sind weitere Bausteine auf dem Weg, unseren Geist zur Ruhe zu bringen. Denn wir merken ganz schnell: Wenn unser Körper gut gedehnt und gestärkt ist, wir uns körperlich stark und fit fühlen, wir aufgerichtet sind, sind es auch die Emotionen. Wir sind heiter und der Geist ist wach und klar. In einer solchen guten Gesamtverfassung können wir unseren Körper als den Tempel unserer Seele begreifen und eine Idee davon bekommen, was Einssein bedeutet.
Ishvara pranidhana
Wenn wie erkennen, dass wir den Kampf des Lebens nicht gewinnen können ohne den Kontakt zum Überbewussten, zu Gott, zu unserer höheren Macht, zu Brahman, dann entsteht eine dankbare und wertschätzende Haltung. Es geht um das Wachsen und Werden unserer Persönlichkeit — und wir beeinflussen in jedem Augenblick, in welche Richtung sie sich entfaltet.
